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Kalender sammeln - Kurzinformation - 500 Jahre Kalenderdruck

Auf den folgenden Seiten finden Kalender-Sammler eine Einführung zum Thema Kalender sammeln.

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500 Jahre Kalenderdruck

Eine historische Skizze

Seit undenklichen Zeiten werden Kalender berechnet und aufgezeichnet. Bis zu Gutenberg geschah dies auf Tontafeln, auf Papyrus, Pergament oder Papier. Für ihre Berechnung hielten sich die Fürsten des Orients eigene Hofastronomen. Erst mit Gutenberg aber konnte eine Verbreitung der Kalender in größerem Maßstab erfolgen.

Russischer Kalender Er hat in den Jahren 1454—1459 die ersten Kalender gedruckt, unter ihnen die sogenannten Aderlass- und Laxierkalender, der freilich nur eine Aufstellung der für das Aderlassen und die Einnahme von Medizinen günstigen Tage enthielt, sowie einen sogenannten Cisianuskalender, der eine Gedächtnisstütze zum Auswendiglernen der von der Kirche eingeführten christlichen Feiertage war. Erst Gutenbergs letzter Kalender von 1459, stützte sich auf astronomische Unterlagen, die möglicherweise von dem damals in Wien am kaiserlichen Hofe lebenden Astronomen Regiomontanus stammten.

Die Mehrzahl der Kalender des 15. Jahrhunderts waren Einblattdrucke, die von fliegenden Händlern auf den Straßen und Plätzen der Städte, auf Messen und Märkten vertrieben wurden. Sie waren zumeist in zwei Spalten gesetzt, mit Zierleisten und Initialen geschmückt und in grellen Farben koloriert. Ihr Inhalt begann regelmäßig mit Angaben über die zu erwartenden Festtage des kommenden Jahres, über Sonnen- und Mondfinsternisse und ähnliches, worauf dann die meistens von Ärzten verfassten Aderlasszettel teilweise bis zu zwei Drittel des weiteren Inhalts ausmachten.

Des öfteren haben die Kalender jener Zeit auch Abbildungen von Aderlass-Szenen, manchmal bis zu vier, gebracht, dazu noch die zwölf Zeichen des Tierkreises und die "Regenten" der einzelnen Jahre, wie z.B. Saturn, der seine eigenen Kinder frisst.

Wie schon Gutenberg seinen "Türkenkalender" mit einem Glückwunsch für das neue Jahr schloss, so haben auch viele Kalenderdrucker nach ihm ihre Leser zum neuen Jahr mit Spruchbändern und bisweilen sogar mit Angabe ihres Namens beglückwünscht.

Waren die ersten Kalender noch vereinzelt erschienen, so geschah dies seit 1470 regelmäßig Jahr für Jahr. Zuerst in Augsburg, dann in Nürnberg, Straßburg und anderen Städten. Besonders hervorgehoben seien noch die "Runenkalender", die in einer sechzehn Buchstaben enthaltenden Runenschrift auf Holztafeln eingeritzt wurden. Vorwiegend erschienen sie in Skandinavien, vereinzelt auch in Deutschland und einer 1577 in Bologna. Daneben gab es gelegentlich auch Kalender in Holzschnittform, die bedeutendsten von ihnen waren diejenigen, welche 1472 bis 1475 von dem berühmten Astronomen Regiomontanus in Nürnberg berechnet und von dem Formschneider Hanns Sporer d. J. in Form kleiner Hefte angefertigt wurden.

Noch bis zum Ende des Jahrhunderts sind auch einige Einblattkalender als Holzschnittdrucke veröffentlicht worden, so z. B. in Nürnberg und Leipzig.

Das 16. Jahrhundert hat dann den endgültigen Übergang der Kalender vom Einblattdruck zu kleinen Heften gebracht. Nunmehr wurden außerdem alle Tage des Jahres in der heute üblichen Form der astronomischen Angaben geboten, der Rotdruck für die Sonn- und Feiertage, der schon im 15. Jahrhundert bisweilen auftauchte, wurde jetzt allgemein und die Darbietung von Abbildungen menschlicher Tätigkeiten, insbesondere der Bauern, fand häufige Verbreitung, vor allem in den sogenannten Bauernkalendern.

Im 17. Jahrhundert folgte dann die Einfügung kleiner Erzählungen, manchmal auch von Gedichten. Später gesellten sich die literarischen Kalender hinzu, vor allem die sogenannten Musen-Almanache, an denen bekannte Dichter wie Schiller mitgearbeitet haben. Das 19. Jahrhundert hat vor allem die Geschäftskalender beschert, Kalender für einzelne Berufe wie Lehrer, Geistliche, Ärzte, Kaufleute.

Heute werden vor allem Advents-Kalender, Taschen- und Werbekalender gesammelt.

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