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Rubbel-Lose sammeln - Kurzinformation und Einleitung

Auf den folgenden Seiten finden Rubbel-Lose-Sammler Kurzinformation und Einleitung zum Thema Rubbel-Lose sammeln.

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Rubbel-Lose
Kurzinformation
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Herr der Rubbel Lose

Der seriös aussehende Herr im eleganten grauen Anzug und mit modischer Krawatte wühlt im Abfallbehälter der Lotto-Annahmestelle. „Der hat noch nicht im Lotto gewonnen", mutmaßen mitfühlend einige Kunden, die ihn neugierig dabei beäugen. Ein Irrtum! Der Papierkorbforscher will gar nicht gewinnen: Er sucht nach gebrauchten Rubbel Losen.

Rolf Bellstedt - Herr der Rubbel-Lose Und die neuen, die er regelmäßig erwirbt, öffnet er nicht. Unbeschädigt wandern sie in ein Album, das sie vor Staub und unliebsamen Fingerabdrücken schützt. Und mit ihnen auch so manch schöner Gewinn.

Denn der Frankfurter Rolf Bellstedt, so der Name des geheimnisvollen Herrn am Papierkorb, ist Sammler, Rubbel Los-Sammler, und zwar nicht irgend einer, sondern der bundesdeutsche Top-Jockey dieses noch jungen Steckenpferdes.

Die Leidenschaft, die bunten Lose mit den schier unendlichen Motivvarianten von Jokern und historischen Gebäuden über Hunde, Katzen, Vögel und Dinosaurier bis hin zu Sternzeichen, Autos und Karikaturen zu sammeln, hatte ihn gepackt wie ein Blitz. „Anfang 1997 war es, im März", erinnert er sich, „da habe ich in einer hessischen Lotto-Annahmestelle zum erstenmal Rubbel Lose gesehen und zwölf Stück davon gekauft." Ein Freilos und ein Gewinn von 50 DM waren dabei.

Schnell entdeckte er, dass es verschiedene Serien gab, ja, dass die Lottogesellschaften in allen 16 Bundesländern ihren eigenen Ausgabeplan fahren, und mit was für tollen Motiven!

Doch wie war da ranzukommen? Und außerdem: Die ersten Rubbel Lose waren bereits 1981 erschienen. Zu allem Überfluss hat gleich eine ganze Reihe von Lottogesellschaften ihre Ausgaben nur lückenhaft archiviert und dokumentiert, wie er bald herausfand. Wo andere spätestens an dieser Stelle resigniert aufgesteckt hätten, packte den ehemaligen Werbefachmann nun erst recht der Ehrgeiz. Mit Akribie trug er in den letzten Jahren alle 1.615 Exponate der 16 Bundesländer zusammen.

Sein Doublettenbestand beläuft sich inzwischen auf über 200.000 Rubbel Lose, sowohl in Mint, was in der Fachsprache für unberührt, unbenutzt steht, als auch in Scratch-off, also aufgerubbelt.

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Rubbel Lose auf 360 Seiten

Da lag es nahe, einen Katalog zu erstellen. Akkurat und liebevoll präsentiert er in drei Bänden mit 360 Seiten alle Rubbel Lose seit 1981 in Farbe, unter Berücksichtigung der Serien insgesamt 3.650 Positionen. Jedes Mint- und jedes Scratch-off-Rubbel Los, ja sogar die Muster-Lose, sind bewertet. „Mein Drucker hat die Farbe literweise nur so geschluckt, bis die ersten Kataloge endlich vorlagen", erzählt er. „Und Farbpatronen sind teuer!"

Seit dem l. Januar 2002 gibt er einen Informationsbrief heraus, dem Sammler und Interessierte alle Neuausgaben entnehmen können.

Abgesehen von dem immensen Zeitaufwand, den der weltgewandte Rubbel Los-Protagonist, glücklicherweise kräftig unterstützt von seiner verständnisvollen Frau Brigitte, investierte, rutschte zwangsläufig auch das Komma auf seinem Konto immer mehr nach links:

Nicht nur die Rubbel Lose mussten finanziert werden, auch Reisekosten, die Korrespondenz mit anderen Sammlern, auch im Ausland wie in Frankreich, Italien, Spanien und den USA, Kosten für Inserate in Sammlerzeitungen, Druckkosten und vieles mehr schlagen da zu Buche.

So hat Rolf Bellstedt auf der Suche nach Material die Lottogesellschaften in allen Bundesländern besucht, daneben unzählige Lotto-Annahmestellen nach alten, liegen gebliebenen Originallosen durchforscht.

Seine erste Auslandsreise machte er bereits drei Wochen, nachdem ihn die Sammelleidenschaft gepackt hatte - zu einem Großtauschtag in die USA, nach Adanta. Dort erhielt er sogar einen Preis für den Teilnehmer mit der weitesten Anreise.

Ein andermal kehrte er mit einem 84 Kilogramm schweren Sack mit Musterlosen aus den USA zurück. „Wenn mir damals die American Airlines nicht so großzügig entgegengekommen wäre, hätte ich diese Lose wegen Übergepäcks wohl drüben lassen müssen", ist er heute noch dem hilfsbereiten Personal dieser Fluggesellschaft dankbar.

Im Album parkt ein Luxusauto

Das bringen nur Sammler fertig: Drei Rubbel Los-Hobbyisten, so erzahlte Rolf Bellstedt, darunter er selbst, hatten jeweils ein größeres Paket mit Rubbel Losen einer Lotteriegesellschaft gekauft. Sie wurden, wie bei dieser Sammelart üblich, ungeöffnet mit Fotoecken in Alben geklebt.

Einige Zeit spater erfolgten öffentliche Aufrufe, der Gewinner einer Luxuskarosse, die unter dieser Rubbel Los-Serie ausgespielt worden war, solle sich doch endlich melden. Bald war klar, dass einer der drei Sammler im Besitz dieses Loses sein musste. Doch keiner von ihnen wollte seine Lose zuerst aufrubbeln. Es hätte ja sein können, dass er den Preis nicht gewonnen hatte, und dann waren seine schönen unbenutzten Lose zerstört gewesen.

Das Ende vom Lied war: Alle drei ließen ihre Lose unberührt, und wenn der Luxuswagen inzwischen nicht anderweitig vergeben worden ist, dann steht er heute noch da und wartet vergebens auf das Gewinnlos, das ruhig und von Verkehrsstaus und Benzindunst unbeschadet Album eines der drei Sammler schlummert.

 

Hohe Wertzuwächse

Noch ist die Anzahl der Rubbel Los-Sammler begrenzt. Hessen bietet mit seinen vielfältigen Ausgaben einen idealen Start. Auf Reisen oder im Urlaub kommen dann nach und nach weitere Rubbel Lose dazu. „Wer jetzt einsteigt", meint Bellstedt, „gehört noch zu den Sammlern der ersten Stunde und kann sehr wahrscheinlich mit hohen Wertzuwächsen rechnen." So stehen die ersten Rubbel Lose aus Hessen, der Zauberer aus dem Jahr 1985, mit 250 Euro (Mint) und 100 Euro (Scratch) im Katalog. Die Joker-Serie (1988) folgt mit 80 (Mint) und 20 Euro (Scratch), die Hunde, Katzen, Vögel und Saurier von 1993 mit 120/40 Euro. Die Los-Lose sind mit 6 (Mint) und 2 Euro (Scratch) gezeichnet, das Monopoly-Los aus dem Jahr 2001, das zum Preis von 5 DM verkauft wurde, mit 25 bzw. 8 Euro.

Monopoly Teuerstes Stück in seiner Sammlung ist ein Rubbel Los aus Nordrhein-Westfalen. Es heißt „Die goldene Rubbel-Schatzkarte" und ist wahrlich ein Schatz: Nur vier Stück gibt es noch davon.

In Mint ist es mit 3.000 Euro ausgezeichnet, in Scratch immerhin noch mit 500 Euro. Da muss man lange rubbeln, bis man diese Summen gewinnt. Generell gibt Rolf Bellstedt allen Rubbel Los-Freunden den Rat:

„Werfen Sie Ihre aufgerubbelten Lose auf keinen Fall weg. Wenn sich der Sammlerkreis weiterhin vergrößert, steigen auch die Preise für die gescratchten Lose."

Weitere Infos unter:

Rolf Bellstedt
Neuer Wall 11
D-60594 Frankfurt a.M.
Telefon und Fax: 0 69/62 61 05
eMail: rolf.bellstedt@freenet.de

Text und Foto aus:
Treffer Ausgabe 30, Juni 2002
Zeitschrift von Lotto-Hessen

Labyrinth


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